Weit offene Tür

Die Tür zum Gottesdienstraum der Kirche St. Peters by the lake in Johannesburg ist weit offen, als wir gegen halb elf ankommen. Die Kirche ist nicht leer, aber auch nicht ganz gefüllt. Es wird bereits gesungen. Bis wir merken, dass der Gottesdienst schon begonnen und wir – wegen eines Missverständnisses – weiterlesen…

27.000 Hausbesuche im Jahr

Von Dr. Ulrich Möller Hinter nackten Zahlen können sich entsetzliche Schicksale verbergen, namenloses Leid, unsägliches Elend. Bischof Kevin Dowling präsentiert uns eine Menge solcher statistischer Informationen. 6,2 Millionen der 52 Millionen Einwohner Südafrikas sind HIV-positiv. Jährlich sterben 200.000 Menschen an Aids, gleichzeitig infizieren sich 100.000 neu. Über zwei Millionen Kinder weiterlesen…

Ohne Rücksicht auf Mensch und Natur

Von Dr. Manfred Scholle Ein Teich aus rostfarbenem Wasser. Schwermetalle, Säure, Giftstoffe. Sanft kräuselt der Wind die braune Brühe. Es riecht nach Kohle, es riecht brenzlig. Die Gewässer ist umgeben von Steinen, Geröll, Felsbrocken, die sich zu Hügeln auftürmen. An manchen Stellen steigt Rauch aus dem Gestein. Wir befinden uns weiterlesen…

Thol‘ ulwazi Thol‘ impilo

Vor dem weißen Kleinbus stehen etwa fünfzehn Personen Schlange, ruhig und diszipliniert. Weitere, meist Frauen und Kinder, sitzen auf einer Bank und warten, bis sie an der Reihe sind. Die mobile Gesundheitsstation ist da. Wir sind in Beyers, einem Dorf inmitten einer Eukalyptusfarm des Papierkonzerns Mondi, der hier die schnellwachsenden weiterlesen…

Tatkräftige Frömmigkeit

Morgenandacht auf der Farm von Johann Engelbrecht. Die 56 Angestellten sitzen in ihrer blauen Arbeitskleidung in einer offenen Halle neben Scheunen und Ställen. Zum Auftakt singen sie ein Lied auf Zulu, ihrer Muttersprache. Nachdem Johann uns als Gäste begrüßt hat, folgt eine Predigt, die der Hausherr Satz für Satz für weiterlesen…

Ein Dorf verändert sein Gesicht

Von Christa Kronshage Wenn die Leute regelmäßig Geld bekommen, einfach so, ohne Gegenleistung, dann werden sie faul und bequem. Sie werden das Geld verplempern, womöglich versaufen. Das waren und sind bis heute in Namibia Einwände gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen, englisch Basic Income Grant (BIG). Dass solche Befürchtungen unberechtigt sind, beweisen weiterlesen…

Mama Selma, die Seele der Kirche im Slum

Auf dem Weg nach Swakopmund: Nach langer Fahrt durch glühende Hitze umfängt uns plötzlich grauer Nebel. Schlagartig ist die Hitze weg. Wir nähern uns der Küste. Kühle Meeresluft trifft auf heiße Wüstenluft, Nebel entsteht. Aus dem Grau tauchen Gebäude auf, ärmliche Hütten, endlos erstreckt sich das Wohnquartier in der topfebenen weiterlesen…

Mehrstimmig und mehrsprachig

„Wach auf, mein Herz, und singe“: Das Lied ist im Gesangbuch in Afrikaans, Deutsch, Nama, Ovambo und Herero abgedruckt (in dieser Reihenfolge). Der Gesang ist langsam, getragen, gleichförmig, doch harmonisch. Mehrstimmig und mehrsprachig. Morgenandacht im Amt der Evangelisch-lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) in Windhoek. In dem kleinen quadratischen weiterlesen…

Reise zu den Kirchen im südlichen Afrika

Vom 4. bis 18. August reist eine Kirchenleitungsdelegation der Evangelischen Kirche von Westfalen nach Namibia und Südafrika. Die achtköpfige Gruppe wird Partnerschaftsprojekte besuchen und sich mit leitenden Vertretern der evangelischen Kirchen im südlichen Afrika beraten. Hier im Blog berichten die Reisenden wie immer „live von unterwegs“. Über die Reise