Jona vor dem Tor nach Europa

Hier oben weht ein frischer Seewind, die Luft ist klar, die Sonne scheint und lässt das Meer silbern glänzen. Ein angenehmer Frühlingsmorgen. Wir versammeln uns am „Tor nach Europa“. Seit bald zehn Jahren steht das Denkmal oberhalb des Ortes Lampedusa, fünfeinhalb Meter hoch und drei Meter breit. Das Tor aus weiterlesen…

Welela und alle anderen

Sie war 18 und kam aus Eritrea. In Libyen wurde sie, wie viele ihrer Landsleute, von der Schleusermafia eingesperrt, über Wochen oder Monate, und wartete auf die Überfahrt. Eines Tages explodierte in ihrem Gefängnis eine Gasflasche. Das junge Mädchen erlitt schwere Verbrennungen. So kam sie auf das Boot. Dort starb weiterlesen…

Porto M: Nichts soll verloren gehen

Nichts soll verloren gehen von denen, die ihr Leben verloren haben. Treibgut von Booten, die untergegangen sind: Blechnäpfe, Wasserflaschen, Plastikbecher, Pässe. Giacomo Sferlazzo sammelt alles. In einem alten Gewölbe ist sein kleines Museum „Porto M“ untergebracht. Früher haben Fischer in solchen Grotten über dem Hafen gepökelten Fisch gelagert. Heute steht weiterlesen…

Menschen retten

Ein altersschwaches Fischerboot, hoffnungslos überladen, sticht von der libyschen Küste in See. Ein paar Stunden später empfängt die Küstenwache von Lampedusa ein Notsignal von einem Satellitentelefon. Nach 45 Minuten hat man die Position des Fahrzeugs geortet. Es ist 30 Seemeilen von Libyen entfernt und damit bereits in internationalem Gewässer, doch weiterlesen…

Menschlichkeit – erstmal für 20 Minuten

„Wenn die Flüchtlinge hier ankommen, sehen sie zuerst Uniformen. Das weckt Ängste – nach den schlimmen Erfahrungen, die sie oft mit Polizei und Militär in ihrer Heimat gemacht haben. Dazwischen sind plötzlich Menschen, die sie willkommen heißen, ihnen freundlich begegnen, sie umarmen, eine Tasse Tee, einen Schluck Wasser anbieten. Menschlichkeit weiterlesen…

Erstaufnahme und Sortierung

Ein vier Meter hoher Zaun und viel Polizei. Nicht gerade einladend. Der Hotspot von Pozzallo, eines von vier Auffanglagern, die es in Italien gibt. Ihre Aufgabe ist es, die Flüchtlinge zu registrieren gleich nach der Ankunft einzuteilen: in solche mit und solche ohne Bleibeperspektive. Unser Besuch musste ein Vierteljahr vorher weiterlesen…